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Schulung für Apple iPhone und iPad

Welche Vorteile bringen diese Handygenerationen speziell für blinde und sehbehinderte Menschen?

Am Samstag, den 22. November 2014 trafen sich 6 Teilnehmer zu einem Einführungskurs in die Bedienung von iPhones bzw. iPads im Begegnungsraum des Blindenheimes in Freiburg. Dieser Grundkurs, organisiert und unterstützt durch den Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e. V. wurde von „BOB Bildung Ohne Barrieren – Bildungsinstitut für Blinde und Sehbehinderte“ durchgeführt.

Werner Sänger, Vorsitzender des Bildungsinstituts begrüßte um 9.30 Uhr die Teilnehmer, und nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es mit Daniel Pabst als sehenden Lehrmeister direkt an das Thema, wobei Herr Sänger zunächst die enormen Vorteile dieses Mediums gerade für unsere Behinderungsform detailliert darstellte. Trotz unterschiedlicher Voraussetzungen – jeder von uns brachte ja sein eigenes Gerät mit – einte uns der Wille, die Technik kennen zu lernen um sie auch sinnvoll nutzen zu können.

Und so, ausgerüstet mit Ohrhörern und der Aktivierten eingebauten Sprachausgabe „VoiceOver“ wurden uns zuerst das Gerät selbst mit seinen Schaltern und Anschlussmöglichkeiten, und dann die Struktur der Bedienoberfläche, der so genannte Touch-Screen näher gebracht. Eine der wichtigsten Lektionen war natürlich das Erlernen der Gesten, um die unterschiedlichen Bedienungsvarianten durch streichen, wischen oder antippen mit einem oder mehreren Fingern auf dem Bildschirm nachzuvollziehen. Sehr hilfreich unterstützt uns dabei wohl auch in der Zukunft der Hinweis auf das vorinstallierte Hilfsprogramm, welche Art von Gesten welche Funktionen auslösen.

Der Umgang mit Einstellungen und deren Bearbeitung nahm durch das umfangreiche Themenspektrum wohl den größten Zeitraum in Anspruch, da alle Rückfragen unsererseits durch Daniel Pabst individuell beantwortet und Fehler sofort korrigiert wurden. Auch nach der Mittagspause waren wir noch eine ganze Weile an dieser umfangreichen Thematik, bevor wir uns mit der eigentlichen Funktion eines Handys beschäftigten, nämlich mit telefonieren. Nur durch eine Kaffeepause unterbrochen erhielten wir viele Informationen über die Funktionalität unterschiedlichster Varianten. Ob wir über den Ziffernblock oder über bereits bestehende Kontakte telefonieren hängt von unseren persönlichen Voreinstellungen ab und die können mannigfach sein.

Und dann gibt es ja auch noch „Siri“ die künstliche Intelligenz. Mit ihr hätten wir die Möglichkeit, nicht nur unsere Telefonate über eine Spracheingabe zu steuern. Natürlich wurde uns auch erklärt wie wir das Internet nutzen können und zu vielen anderen hier nicht erwähnten Details gab es umfassende Informationen.

Alles in allem war dieser Kurs höchst informell, was sich auch am Ende der Veranstaltung um 17 Uhr mit den durchweg positiven Rückmeldungen ausdrückte mit der Option, an einer Fortbildung teilnehmen zu wollen. Außerdem erhielten wir von Werner Sänger am Folgetag das Script für die Schulung als Nachschlagewerk für die Hausaufgaben mit einigen wertvollen behindertenspezifischen Apps, welche den Alltag blinder und sehbehinderter Menschen wesentlich erleichtern können.

Neben dem Dank an die Kursleitung darf ich mich sicher auch im Namen der anderen Mitstreiter ebenso bei Familie Kreienkamp für den Service beim Mittagessen und bei der Kaffeepause recht herzlich bedanken.

Bericht von
Hans Kühn, Bezirksgruppenleiter BZG Mittelbaden

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